Packebusch und Hagenau
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Die Ortsteile im Überblick
- GEOGRAFISCHE LAGE: nordöstlicher Ortsteil der Einheitsgemeinde Stadt Kalbe, etwa 20 Kilometer südöstlich der Kreisstadt Salzwedel
- EINWOHNERZAHL: Packebusch: 300, Hagenau 77
- ORTSBÜRGERMEISTER: Otto Wienecke, Sprechstunde mittwochs von 19 bis 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Packebusch
Wissenswertes
Packebusch ist ein Ortsteil der Einheitsgemeinde Stadt Kalbe (Milde). Zur Ortschaft gehört der Ortsteil Hagenau.
Erste urkundliche Erwährung: Packebusch 1324.
Sehenswert in Packebusch ist die Feldsteinkirche von 1900 mit Pfarrhaus und Wohnhaus Nr. 55 in Backstein und die in Fachwerkbauweise errichteten Wohnhäuser mit den in der Altmark typischen Wohnlagen, alte Kopflinden in der Dorfstraße sowie das Naherholungsgebiet mit Restlöcher aus dem Lehm- und Tonabbau als Biotop.
Seit 27 Jahren ein Garant für gute Stimmung
Posaunenchor und Original Packebuscher Blasmusikanten treffen sich wöchentlich zur gemeinsamen Probe
Sie haben Spass am Musizieren, proben regelmäßig zusammen, zeigen ihr Können bei Auftritten in der Region: die Original Packebuscher Blasmusikanten. Neun Mitglieder von Mitte 20 bis Anfang 40 haben eine gemeinsame Leidenschaft: die Blasmusik. Und diese wird mit Herzblut gelebt. Und das schon seit 1994. Doch eigentlich gibt es die Musikanten noch länger: "Seit 1983 besteht der Posaunenchor", erklärt Axel Egger, Leiter der Gruppe. Dieser tritt vor allem bei kirchlichen Anlässen auf - ob Weihnachten, Ostern, Konfirmation oder Gottesdienste. So haben sich über die Zeit zwei Musikgruppen gebildet.
Auftritte in der Region stehen ganzjährig im Programm. So waren die Blasmusikanten unter anderem beim Radlertag in Genthin, beim Rademiner Scheunenball und Weihnachstmärkten in Kalbe und Arendsee vertreten. Immer an Heiligabend spielt die Truppe um Axel Egger auf der Kalbenser Burg. Im Repertoire sind neben kirchlichen Chorälen klassische Stücke von Bach und Telemann sowie modernere Kompositionen wie Swing. Teilweise sind die Instrumente bis zu 30 Jahre alt, berichtet Egger. Manche wurden vom damaligen Schulorchester Brunau übernommen. "Bei guter Pflege halten die ein Leben lang." Der Spaß an der Musik und das gesellige Beisammensein hält die Packebuscher Bläser zusammen. Dabei sind zur Zeit: Anne-Marie Schulz (Trompete), Axel Egger (Sopran-Posaune), Gunnar Hartkopf (Trompete), Marko Tarras (Trompete), Karsten Gerke (Zug-Posaune), Mathias Bessing (Tenor-Horn), Frank Gerke (Tuba), Bastian Schmundt (Schlagzeug) und Karl-Heinz Schmidt, der ab und zu am Schlagzeug aushilft. Förderndes Mitglied ist Hans-Peter Bessing, der Wehrleiter von Packebusch. Zur Tradition ist bei den Musikern das so genannte "Boßeln" geworden: Einmal im Jahr trifft man sich mit Familien und wirft in Teams eine Holzkugel auf einer festgelegten Strecke entlang.
Quelle: Volksstimme (Serie: "Kalbes schöne Dörfer")
Sechs Jungen und ein Mädchen wollen Leben retten
Jugendwehr besteht seit 1995
Die Freiwillige Feuerwehr Packebusch unter Leitung von Hans-Peter Bessing legt großen Wert auf die Nachwuchspflege - eine eigene Jugendwehr ist da Ehrensache. Seit 1995 werden Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre von den erfahrenen Wehrleuten ausgebildet.
Derzeit sind sieben Kinder in der Jugendwehr aktiv: Florian Jung, Tim Möllenhoff, Martin Wienecke, Jeremias Neumann, Christin Franke, André Neumann und Tom Schwerin schlüpfen regelmäßig in ihre Feuerwehranzüge und üben den Ernstfall. "Mit der Ausbildung in der Jugendwehr sind die Jungen und Mädchen sehr gut auf die anstehende Grundausbildung vorbereitet.", weiß Jugendwart Manuel Zenker zu berichten. Während der Zeit in der Jugendwehr nehmen die jungen Brandbekämpfer unter anderem an folgenden Aktivitäten teil: Zeltlager in Zichtau, Orientierungsmärsche, Bereichswettkampf in Brunau und Verbandswettkampf im September, wo in diesem Jahr der 5. von 28 Plätzen erreicht wurde. "Und das, obwohl die Truppe so erst im zweiten Jahr dabei ist", erklärt Zenker. Im Sommer trainieren die Kinder ein bis zweimal pro Woche die Grundlagen auf dem Sportplatz. Im Winter lernen sie die theoretischen Voraussetzungen im Gerätehaus. Fahrzeug- und Gerätekunde gehört ebenso dazu. Am 13. November treffen sich die jungen Brandbekämpfer zu ihrer Weihnachtsfeier. Treffpunkt ist 14 Uhr. "Wir wollen nach Salzwedel zum Bowling fahren und danach hier Pizza essen", verrät der Jugendwart. Dann werden auch die Jugendwehren aus Brunau, Vienau und Jeetze dabei sein.
Die Packebuscher Wehr ist ganztägig einsatzbereit gemeldet. Insgesamt sind 70 Mitglieder inklusive passive und fördernde Mitglieder in der Wehr. Die Wehr macht einen Großteil des gesellschaftlichen Lebens im Dorf aus und ist immer beim Osterfeuer, Maibaumaufstellen und anderen Veranstaltungen dabei. Bei Kameradschaftsabenden und Aktionen für die Jugendwehr wird den Lebensrettern für ihre aufopfernde Arbeit stets gedankt. Auch der Ortsbürgermeister Otto Wienecke lobt und sagt: "Toll, wie die älteren Generationen geduldig den jüngeren das Feuerwehrwissen beibringen."
Quelle: Volksstimme (Serie: "Kalbes schöne Dörfer")
Wissenswertes
Hagenau, als Ortsteil der Ortschaft Packebusch, wurde 1100 erstmals urkundlich erwähnt.
Die Hagenauer Kirche, eine Backsteinkirche von 1882, entstand noch vor der um 1900 erbauten Kirche in Packebusch.
1910 wurden in der Gemeinde im damaligen Landkreis Salzwedel 602 Einwohner registriert.
Hagenaus Adebar
Helmut Bach hat das Storchennest im Blick
Hagenau ohne Störche? Das ist mittlerweile für die meisten Dorfbewohner wohl unvorstellbar. Die Adebare beziehen seit gut 20 Jahren ihr Domizil am Friedhof und sind dann Magnet für Einwohner und Touristen.
Was da oben auf dem Mast passiert, das weiß Helmut Bach am besten. Denn zum einen wohnt er in nächster Nähe zum Storchennest. Zum anderen sei er für das Glockenläuten zuständig und habe damit einen idealen Blick in das Nest hinein. Vor etwa 20 Jahren sei der Mast vor dem Friedhof noch ein Strommast gewesen. Da hätten die ersten Storche angefangen zu bauen und damit immer wieder Kurzschlüsse verursacht. Während des Baus der Bahnstrecke Stendal-Salzwedel mussten auch Ersatzmaßnahmen vorgenommen werden. Davon profitierte auch der Hagenauer Storch. Der 10,20 Meter hohe Mast wurde frei von Stromkabeln. Diese kamen in die Erde. Der hiesige Naturschutzbund setzte eine Nisthilfe auf. Und Adebar konnte heimisch werden.
Das Nest wurde schnell sehr gut angenommen. "Ich notiere, wann die Störche ankommen, wann sie wieder wegfliegen, wie viele Eier im Nest liegen, wie viele Junge großgezogen werden", zählt Helmut Bach auf. Seit 1990 führt er Buch. "Die früheste Anreise war einmal Ende März, es kam ein Storch aber auch mal Ende Mai", erinnert sich der Hagenauer. Durchschnittlich würden zwei, drei Junge aus dem Nest schauen, höchstens vier. Es gebe aber auch Jahre, wo kein Nachwuchs da sei.
Quelle: Volksstimme (Serie: "Kalbes schöne Dörfer")
Wehr Hagenau wird 85 Jahre
Die Feuerwehr Hagenau begeht 2011 ihr 85-jähriges Bestehen. Eine akribisch geführte Chronik gebe Einblick in die interessante Geschichte, lobt Wehrleiter Wolfgang Gühne die Arbeit von Helmut Bach. Das Jubiläum soll vom 17. bis 19. Juni gefeiert werden. Zur Festsitzung am Freitag sollen die Dorfbewohner eingeladen werden. Am Sonnabend wird in Hagenau der Wirkungsbereichsausscheid ausgetragen. Anschließend geht es gemütlich weiter - bei Kaffee, Kuchen, Kultur und Kurzweil für die Kinder. Abends wird getanzt. Am Sonntag gibt es einen Frühschoppen.
Quelle: Volksstimme (Serie: "Kalbes schöne Dörfer")
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