Dolchau, Mehrin, Vienau und Beese
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Die Ortsteile im Überblick
- LAGE: Vienau liegt etwa 25 Kilometer Luftlinie südöstlich von Salzwedel und erstreckt sich am Rande der Hochfläche Kalbescher Werder, deren Waldflächen als Naturschutzgebiet ausgewiesen sind, höchste Erhebung ist der Dolchauer Berg im Norden mit 99 Metern
- ORTE: Vienau ist ein Ortsteil der Stadt Kalbe (Milde) und umfasst die Orte Vienau, Mehrin, Dolchau und Beese
- FLÄCHE: Vienau umfasst eine Fläche von 22,657 km⊃2;
- EINWOHNERZAHL: Vienau mit 140, Mehrin mit 98, Dolchau mit 76 und Beese mit 73 Einwohnern
- ORTSBÜRGERMEISTER: Herr Fritz Borchmann
- FREIWILLIGE FEUERWEHR Vienau / Wehrleiter: Jens Winsel
Wissenswertes
Beese ist ein Ortsteil der Ortschaft Vienau. In Beese befindet sich eine mit Malereien aus der Romanik ausgestattete Kirche. Erste kundliche Erwähnung Beeses war 1324.
Ab Beese führt der Fluss den Namen Biese. Die Biese entspringt als Milde nahe Letzlingen, südlich von Gardelegen und fließt nach Norden in Richtung Elbe. Der kleine Fluß trägt entlang seines Laufes von etwa 97 km verschiedene Namen.Den Namen „Biese“ führten Niederländer ein, die Albrecht der Bär dort zur Trockenlegung der Biese-Niederung angesiedelt hatte. Er bedeutet im Deutschen Binse, die dort damals in großen Mengen wuchs. Etwa ab Seehausen trägt der Fluß den Namen Aland.
Quelle: Volksstimme (Serie: "Kalbes schöne Dörfer")
Wissenswertes
Vienau ist ein Ortsteil der Stadt Kalbe (Milde), zur Ortschaft gehören die Ortsteile Beese, Mehrin und Dolchau. Im Altmarkkreis Salzwedel ca. 20 km südlich von Areendsee und am Rande des Kalbeschen Werders gelegen.
In Vienau befindet sich eine Dorfkirche aus dem 11./12. Jahrhundert mit sehr schöner Innenausmalung und Inventar, Naturlehrweg und -pfad in Vienau mit Bohlensteg - Ruine des alten Gutshauses - Dolchauer Berg mit 98m Höhe und Fernblick, Reit- und Wanderwege, Pension und Landhotel Mehrin, Europäisches Vorgelschutzgebiet "Special Protection Area". Erste urkundliche Erwähnung Vienau ist 1324.
Naturschutz ist Ehrensache
Nabu-Ortsgruppe Vienau mit vielen Aktionen in der Region aktiv
Viele Leute fahren weit weg, um schöne Natur zu genießen. "Dabei haben wir eine schützenswerte Natur hier vor der eigenen Haustür", sagt Michael Arens, Leiter der Nabu-Fachgruppe Vienau. Für ihn und seine Mitstreiter ist der Naturschutz vor Ort Ehrensache. Und ihr Engagement dafür ist groß.
Ob naturkundliche Wanderung mit 250 Teilnehmern, kreisweite Storchen-Gelegekontrolle oder Vogelbeobachtungen vom Hügel aus - das Engagement der Fachgruppe Vienau des Naturschutzbundes (Nabu) ist enorm und stößt auf gute Resonanz. Michael Arens leitet die Ortsgruppe seit zwei Jahren, doch ist eigentlich schon von Anfang an dabei: "Das Interesse für den Naturschutz war schon während der Schulzeit da", sagt er. Gründungsmitglied Günter Stachowiak habe die Gruppe seit 1982 geleitet und viele Aktionen wie die Osterwanderung ins Leben gerufen. Diese gibt es bereits seit 16 Jahren und erfreut sich großer Beliebtheit in der Region um Vienau. 2010 gingen rund 250 Naturinteressenten auf Wanderung durch die heimische Natur. Das Besondere dabei: "Jedes Jahr gehen wir eine andere Strecke. Das zeigt, wie vielfältig die Natur ist", so Arens. Die naturkundliche Wanderung findet immer Karfreitag statt und wird vom Tourismusverein Kalbe, der Hegegemeinschaft Kalbescher Werder, dem Reit-und Fahrverein Güssefeld und anderen unterstützt. Doch nicht nur die Natur wird erkundet. Die Tierwelt spielt eine genauso wichtige Rolle in der Vereinsarbeit. So wurden 2010 die Winterquartiere der Fledermäuse erfasst, die Storchegelege kontrolliert und die Vogelbeobachtung dokumentiert. Das Gebiet Kalbe (Milde) sei ein Untersuchungsgebiet über die Reproduktion des Weißstorches, berichtet Arens. Seit 30 Jahren wertet man hier die Gelege aus, zählt Eier und beobachtet den flüggen Nachwuchs. "2010 war eine gutes Storchenjahr". Erkenntnisse werden unter anderem auf dem sachsen-anhaltinischen Storchentag in Loburg (Landkreis Jerichower Land) vorgestellt. An Vienau grenzt ein Vogelschutzgebiet, das seltene Arten wie Kraniche und den großen Brachvogel aufweist. Diese kann man nun vom neu erbauten Aussichtshügel als Teil des Naturlehrweges beobachten. Das war 2010 auch Landrat Ziche einem Besuch bei der Naturschutzgruppe wert. Michael Arens überreichte im vergangenen Jahr eine Auszeichnung an die Kichengemeinde Brunau, die im Zuge der Kirchturmsanierung den Lebensraum für Tiere berücksichtigt habe. Und im Wachhaus Kalbe berichtet eine Ausstellung der Ortsgruppe über Naturschutz. "Natur ist das große Sorgenkind unserer Gesellschaft und wird von der Politik oft vernachlässigt" findet Michael Arens. Umso mehr Anlass für ihn, sich für die Natur vor Ort einzusetzten.
Quelle: Volksstimme (Serie: "Kalbes schöne Dörfer")
Sportler stehen an der Spitze
Vienau(sp): Der Sportverein (SV) Vienau wurde 1972 gegründet. Der SV zählt 96 Mitglieder. Davon sind 22 aktive Spieler. Die erste Fußballmannschaft spielt in der 1. Kreisklasse. " Das Jahr 2010 verlief positiv für uns. Vor zwei Jahren sind wir aufgestiegen und momentan Tabellenführer. 2010 wurden wir Herbstmeister", so der Vorsitzende. Sein Stellvertreter ist seit einem halben Jahr Trainer der Mannschaft. Im Sommer sind zudem einige Mitglieder im Freizeitsport aktiv.
Quelle: Volksstimme (Serie: "Kalbes schöne Dörfer")
Wissenswertes
Dolchau liegt etwa 25 Kilometer südöstlich der Kreisstadt Salzwedel. Der Ortsteil erstreckt sich am Rande der Hochfläche Kalberscher Werder, deren Waldflächen als Naturschutzgebiet ausgewiesen sind. Die höchste Erhebung liegt in Vienau und wird mit 98 m ü. NN auf dem Dolchauer Berg im Norden der Gemeinde erreicht. Bis Ende 2009 bildete Vienau mit den Ortsteilen Beese, Dolchau und Mehrin eine eigenständige Gemeinde, Dolchau wurde erstmals 1324 urkundlich erwähnt. Als sehenswert in Dolchau sind die Feldsteinkirche aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts und die Lindenallee zu nennen.
Quelle: Volksstimme (Serie: "Kalbes schöne Dörfer")

Naturlehrpfad Vienau
Wissenswertes
Mehrin ist ein Ortsteil der Ortschaft Vienau. Erste urkundliche Erwähnung Mehrins war 1318. Im Ortsteil Mehrin befindet sich eine spätromanische Feldsteinkirche, eine Ruine eines Herrenhauses aus dem Jahre 1747 und eine ehemalige Burganlage.
Bürgerpark soll entstehen
Eine Begegnungstätte für Jung und Alt soll in der Mehriner Dorfmitte entstehen - so zumindest die Vorstellung der Vorsitzenden des Fördervereins Kirche Mehrin. Der Ursprung des Dorfes soll wiederbelebt werden. So solle auch eine ehemalige Bretterburg, die dort stand, nachempfunden werden. Sitzmöglichkeiten und Grünflächen sind geplant. Wenn die Fördermodalitäten geklärt sind, könnten die Ideen bereits 2011 umgesetzt werden.
Quelle: Volksstimme (Serie: "Kalbes schöne Dörfer")
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